Projekt Wenden

Wenden im Mostviertel

 

 

Wenden ein begnadetes Handwerk aus uralter Zeit

 

 

Das Wenden ist eine alte Anwendung, die von Mensch und Tier Krankheit abwenden und zum Guten hinwenden kann - ein sogenannter Analogiezauber. Wer so etwas kann, wird im Volksmund Wender genannt und sie gehören im ländlichen Gebiet noch immer zum täglichen Leben.

In dieser Volksmedizin mit ihren mythisch-magischen und irrationalen Elementen gibt es erkennbare Ähnlichkeiten mit den philippinischen Geistheilern.

 

Die aus volksmedizinischer Sicht große Bedeutung von manchen Wendern liegt in ihren Fähigkeiten, Mensch und Vieh zu helfen. Segens- und Heilbräuche sowie das Wissen der Volksmedizin sind nach wie vor gegenwärtig und werden von Wendern innerhalb der Familie an die Jüngeren weitervermittelt - zunehmend aber auch an interessierte Fremde.

 

Das Wenden ist nichts anderes als ein Umdrehen - WENDEN - des Krankheitsverlaufes und ein Aktivieren der Selbstheilungskräfte mit Ritualen und Gebeten. Was notwendig ist, ist Glaube seinerseits aber auch auf Seite der Hilfesuchenden. Für den Wender ist Heilung oft die Gnade Gottes und wird auf die Wirkung des Heiligen Geistes zurückgeführt.

 

 

Wender finden sich überwiegend in Österreich - besonders in Niederösterreich.